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HAZ Hannover-Update - Ansteckungsort Auto

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Liebe Leserinnen und Leser,
ab heute Abend gilt in der Region Hannover die Ausgangssperre. Von 22 bis 5 Uhr nachts müssen alle Menschen zu Hause bleiben – es sei denn sie haben einen triftigen Grund, das nicht zu tun. Aber was ist das eigentlich, ein triftiger Grund? Und was eben nicht?Warum beginnt die Ausgangssperre bei uns erst um 22 Uhr und nicht schon, wie in den meisten anderen betroffenen Gebieten, eine Stunde früher? Diese und weitere Fragen standen seit Anfang der Woche im Raum, gestern nun hat die Region Hannover sie auch beantwortet. Die Details fasst HAZ-Reporter Peer Hellerling hier für Sie zusammen.
Was soll die Ausgangssperre in dieser Form eigentlich bringen? Laut Regionspräsident Hauke Jagau zielt sie vor allem auf den “jüngeren und mobileren” Teil der Gesellschaft – denn in dieser Altersgruppe nehme die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu:
„Von einer Ausgangssperre erwarten wir, dass abendliche Treffen insbesondere jüngerer Leute eingeschränkt werden.“
Ob die Maßnahme aber richtig sei, das sollen die Infektionszahlen in einer Woche zeigen.
Die Ausgangssperre ist nicht die einzige Veränderung, die heute in Kraft tritt. Es gilt in der Region Hannover auch eine verschärfte Maskenpflicht. Und die bezieht sich nicht mehr nur auf gut besuchte Orte wie Fußgängerzonen, Maschsee und Steinhuder Meer – sondern auch auf das Autofahren. Wenn in einem Wagen Personen aus mehr als einem Haushalt sitzen, müssen bis auf den Fahrer jetzt alle eine Maske tragen.
Die Begründung ist interessant, denn das Auto habe sich als einer der Hauptansteckungsorte herausgestellt, so Jagau. Gleiches gilt für Treppenhäuser in Mehrfamilienhäusern ab sechs Wohneinheiten. Damit wird die Angabe, dass die meisten Infektionen im privaten Bereich passierten, zum ersten Mal zumindest ein bisschen konkreter.
Unterdessen plant das Land Niedersachsen für die Woche nach Ostern weiter Öffnungen von Läden oder sogar Kinos und Restaurants in ausgewählten Städten. Welche Gebiete an dem Modellversuch teilnehmen werden, steht zwar noch nicht fest. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass die Innenstadt von Hannover dabei sein wird. Tagsüber also Lockerungen, nachts Ausgangssperre? Wer hier einen Widerspruch sieht, ist damit sicher nicht allein.
Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, ist da aber ganz anderer Meinung. Es gehe darum zu erfahren, ob man mit Tests besser fahre als mit immer neuen Lockdowns, sagt er. „Wir müssen doch weg von dem ewigen Auf und Zu im öffentlichen Leben.“ Und damit hat er ja auch sicher recht. Wie viele Städte an dem Versuch teilnehmen sollen und wie der neueste Stand im Bewerbungsverfahren ist, hat mein Kollege Michael B. Berger aufgeschrieben.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Gründonnerstag. Kommen Sie gut durch diesen letzten Arbeitstag der Woche – und immer dran denken: Es ist auch der 1. April. Vielleicht ist zumindest heute nicht alles so ernst wie es scheint. Das wär’ doch was.
Ihre
Birgit Dralle-Bürgel
Chefin vom Dienst im HAZ-Newsroom
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