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HAZ Hannover-Update - Cityhändler in der Krise

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Guten Morgen an diesem Donnerstag, liebe Leserinnen und Leser!
Hand aufs Herz - wann waren Sie das letzte Mal zum Einkaufen in Hannovers City? “So richtig doll ist das hier alles im Augenblick nicht mit unserem Umsatz”, sagte jedenfalls eine Verkäuferin Anfang dieser Woche seufzend, als sie mir ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin einpackte. Tatsächlich blicken Hannovers Innenstadthändler mit Sorge auf die kommenden Wochen. Eigentlich sollte jetzt das Weihnachtsgeschäft anlaufen - doch die Fußgängerzonen sind leerer als sonst. In der Georgstraße beispielsweise beträgt der Rückgang werktags 30 Prozent.
Das hat viel mit Corona und dem Appell der Politik zu tun, Kontakte zu meiden. Aber nicht nur.
Was ist denn nun mit dem Thema Autoverkehr in der City? Eine eindeutige Antwort dazu gibt es immer noch nicht. Wie gewinnt die Stadt an Aufenthaltsqualität? Und wie begegnet man dem Onlinehandel? Beim HAZ-Forum hat mein Kollege Conrad von Meding am Dienstagabend mit Experten über die Zukunft von Hannovers Innenstadt diskutiert - wenn Sie mögen, können Sie die Veranstaltung hier nachschauen. Es bleibt also spannend, welche neuen Projekte jetzt angeschoben werden. Denn, so mahnte IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt:
Irgendwann wird Corona vorbei sein - und dann müssen wir Antworten haben.

Ob da der sogenannte Roofwalk ein Teil der Antwort ist? Gestern wurde bekannt, dass der Bund 2,7 Millionen Euro für Gärten auf Hannovers Dächern bereitstellt, die durch Brücken für Spaziergänger verbunden sein sollen. Es ist zwar noch keineswegs gesichert, ob dieses spektakuläre Projekt überhaupt umgesetzt wird - eine kühne Idee ist es allemal.
Grüne Dächer, verbunden mit Spazierwegen – so könnten die Roofwalks in Hannover aussehen. Quelle: Visualisierung + Grafik GbR, Foto: Helge Krückeberg
Grüne Dächer, verbunden mit Spazierwegen – so könnten die Roofwalks in Hannover aussehen. Quelle: Visualisierung + Grafik GbR, Foto: Helge Krückeberg
Wie es kurzfristig mit dem Handel und der Gastronomie in Hannover und ganz Deutschland weitergeht, wird aber zunächst einmal von der Corona-Lage und den dazu geltenden Maßnahmen abhängig sein. Um diese auf eine genauere rechtliche Grundlage zu stellen, haben gestern der Bundestag und der Bundesrat Änderungen im Infektionsschutzgesetz beschlossen. In Berlin haben zeitgleich Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert - und viele von ihnen hielten sich nicht an die Hygiene-Regeln. Am Ende setzte die Polizei Wasserwerfer ein.
Eine neue Dimension erreichte der Corona-Protest allerdings mit einer Frau, die sich Zugang zum Bundestag verschafft hatte und dort Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beschimpfte. Wie unser RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Abend erfuhr, hatte offenbar die AfD Störer eingeschleust.
So wie es also aussieht, bleiben die Zeiten schwierig. Ich wünsche Ihnen trotz allem einen guten Start in den Tag!
Ihre
Astrid Fabricius
Chefin vom Dienst im HAZ-Newsroom


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