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HAZ Hannover-Update - Corona-Millionen für die Schulen

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Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!
Beginnen wir den Tag doch einmal mit etwas Positivem: Die Zahl der aktuell mit dem Corona-Virus infizierten Menschen in der Region Hannover ist am Dienstag leicht gesunken. Ja, es waren immer noch sehr viele, nämlich genau 2474. Aber es waren eben nicht mehr 2520 wie am Montag. Und je nachdem, nach wessen Statistik man geht, lag der sogenannte Inzidenzwert bei 124, wie das Land errechnet, oder 114, wie die Region kalkuliert. (Warum diese Werte oft auseinander gehen, erklärt mein Kollege Mathias Klein hier.) Das ist nicht gut, aber es war auch schon schlimmer - vorausgesetzt, die Gründe liegen nicht in statistischen Effekten. Aber für den Moment nehmen wir vielleicht einfach mal mit: Die Dinge bewegen sich langsam, langsam wieder in die richtige Richtung.
Die Frage ist nur: Geht das alles ein bisschen zu langsam?
Nächste Woche will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten zusammensetzen. Und wenn sich an den Zahlen bis dahin nicht noch deutlich etwas tut, wird die Kanzlerin auf deutlich strengere neue Regeln dringen. Genau ansehen will Merkel sich dann auch das Thema Schule. Schulschließungen allerdings wolle niemand, hat sie Anfang dieser Woche gesagt. Heißt also: Es müssen Ideen auf den Tisch, wie man das Infektionsrisiko an den Schulen noch weiter senken kann.
Ein paar solcher Ideen hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Dienstag geliefert. 45 Millionen Euro will das Land für Corona-Maßnahmen in den Schulen in die Hand nehmen - und damit teils unkonventionelle Maßnahmen finanzieren. Zum Beispiel will Tonne mit dem Geld Menschen bezahlen, die den Lehrkräften bei der Beaufsichtigung geteilter Klassen helfen. Diese helfenden Hände müssen keine pädagogischen Fachkräfte sein, hat der Minister gesagt. Und kein Geheimnis daraus gemacht, dass er zum Beispiel Eltern für die schulischen Aushilfsjobs im Auge hat. Ob die damit nicht überfordert sind? Und ob das alles etwas bringt? Wir werden sehen. Immerhin: Seit Monaten muss sich die Kultusbürokratie im Land dafür schelten lassen, dem Virus zu wenig kreative Ideen und konkrete Maßnahmen entgegen zu setzen. Jetzt probiert man mal etwas.
Und während in ganz Deutschland die Menschen versuchen, Kontakte so gut es geht zu vermeiden, probiert Christian Bogner alles, um endlich mal wieder in Kontakt mit seinen Mitmenschen zu kommen. Seit 16 Jahren sitzt Bogner in norddeutschen Gefängnissen in Einzelhaft, natürlich nicht ohne Grund. Schließlich hat sich Bogner den Ruf eines Ausbrecherkönigs erworben, und wenn stimmt, was ihm vorgeworfen wird, dann ist er dabei auch über Leichen gegangen. Gleichwohl sind 16 Jahre fast ohne menschlichen Kontakt zweifellos eine sehr lange Zeit. Daher versucht sein Anwalt nun, dieser Zeit ein Ende zu setzen und seinen Mandanten aus dem Gefängnis zu bekommen. Meine Kollegin Gabriele Schulte hat Bogner im Gefängnis besucht - und allein dieser Besuch war für den Mann aus nahe liegenden Gründen etwas sehr Besonderes. Schultes Geschichte über ihn ist es auch.
Ihnen wünsche ich, dass es Ihnen gelingt, das Glas halb voll und nicht halb leer zu sehen in diesen Tagen, in denen wieder das ganze Land auf ein paar Kurven schaut. Bleiben Sie fröhlich - und gesund!
Herzlich, Ihr
Felix Harbart
stellvertretender HAZ-Chefredakteur

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