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HAZ Hannover-Update: Corona und die Kinder

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Liebe Leserinnen und Leser,
guten Morgen und herzlich willkommen bei Ihrem Hannover-Update. Auch gestern lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Region wieder über 35 - das war der dritte Werktag in Folge. Und eigentlich hätte das bedeutet, dass die Region Hannover schon morgen die Corona-Regeln für die Menschen in der Landeshauptstadt und im Umland erneut deutlich verschärft. Eigentlich. Denn gestern am späten Nachmittag teilte die Behörde überraschend mit, dass es die erwartete Allgemeinverfügung nicht geben wird. Die Entscheidung sei nach “reiflicher Analyse” gefallen, hieß es. Man wolle erst die neue Verordnung des Landes abwarten - und die wiederum ist für Mittwoch angekündigt.
Hintergrund ist, dass die Region Bereiche von Verschärfungen ausnehmen will, die - anders als zuletzt Clubs und Discos - nicht zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben. Wie zum Beispiel Einzelhandel oder Restaurants. Das soll die neue Verordnung möglich machen - Einzelheiten dazu will das Land heute vorstellen.
Es ist keine leichte Aufgabe, die Corona-Lage unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig einen neuen Lockdown zu verhindern. Und dass es dabei nicht nur um wirtschaftliche Interessen gehen darf, zeigen Zahlen, die die Region Hannover und ihr Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin auf Anfrage unserer Reporterin Jutta Rinas mitgeteilt haben. Es handelt sich um die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen für zukünftige Erstklässler und einer parallelen Elternbefragung, an der immerhin 70 Prozent der Familien teilgenommen haben - und die deutlich zeigen, wie sich Pandemie und Lockdown auf die Entwicklung der Kinder auswirken.
So haben Eltern bei ihren Kindern deutlich öfter Traurigkeit, Wutanfälle, Bauch- und Kopfschmerzen beobachtet als im Vergleichsjahr. Auch Ein- und Durchschlafprobleme häuften sich. Dazu kommen die Beobachtungen der Ärzte: Demnach haben deutlich mehr Kinder Gewichtsprobleme (13,4 Prozent im Vergleich zu 9,5 im Vorjahr). Und viele Kinder sind nach Wochen ohne Kindergartenbesuch auch sprachlich nicht so weit, wie sie für die Einschulung sein müssten.
Es gibt aber noch eine Zahl, die aufhorchen lässt: Denn fast 70 Prozent aller Eltern in der Region Hannover, deren Kinder im September aufgrund ihres Geburtsdatums eingeschult werden können, aber nicht müssen, entscheiden sich für ein weiteres Kita-Jahr. Welche Folgen das auch insgesamt für die Betreuungssituation in der Stadt Hannover haben könnte, lesen Sie hier.
Ich wünsche Ihnen wie immer viel Abwechslung mit unseren Themen. Und falls Sie ein Hannover-Auskenner sind, habe ich noch einen Tipp für Sie: Denn bei unserem 6-Wochen-Quiz testen wir Ihr Wissen über die Landeshauptstadt. Die Teilnahme lohnt sich, denn es gibt attraktive Gewinne, wie zum Beispiel ein E-Bike.
Haben Sie einen schönen Dienstag!
Ihre
Birgit Dralle-Bürgel
Chefin vom Dienst im HAZ-Newsroom
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