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HAZ Hannover-Update: Der Tag der Entscheidung

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Liebe Leserinnen und Leser,
die Inzidenz der Region Hannover ist schon seit Tagen in freiem Fall - und sollte sich am heutigen Sonnabend keine überraschende Trendwende zeigen, dann gibt es frohe Kunde: Die Menschen in der Landeshauptstadt und im Umland erleben an diesem Wochenende die vorerst letzten Tage mit vielen drückenden Corona-Beschränkungen.
Der Grund: Bereits am Montag tritt Niedersachsens neue Corona-Verordnung in Kraft. Und darin ist dann eben auch festgelegt, welche zahlreichen Lockerungen greifen, wenn eine Region mindestens fünf Werktage am Stück unter einer Inzidenz von 50 liegt. Nach einem der HAZ vorliegenden Entwurf sind unter anderem folgende Erleichterungen geplant:
  • Die Innengastronomie darf mit beschränkter Kapazität wieder öffnen
  • In der Außengastronomie entfällt die Testpflicht
  • Mannschaftssport soll wieder möglich sein
  • Kinos und Theater können öffnen
  • Messen und Jahrmärkte sind unter Hygieneauflagen zulässig
  • Es dürfen sich wieder bis zu 10 Personen aus maximal drei Haushalten treffen
  • Und: Kinder können wieder in voller Klassenstärke unterrichtet werden. Es wäre für die Region das erste Mal seit fünf Monaten, dass sich alle Schüler einer Klasse wiedersehen. 
Zu fast allen dieser Lockerungen gibt es breite Zustimmung. Lediglich die Rückkehr aller Schüler in den Präsenzunterricht bereitet manchen Betroffenen Kopfzerbrechen: Bei aller Freude für die Kinder sehen viele Lehrkräfte und Eltern diese Rückkehr zur Normalität skeptisch. Die Impfquote bei den Lehrerinnen und Lehrern sei noch zu gering, die Klassenräume nicht pandemiesicher, heißt es. Wer sich hierzu eine eigene Meinung bilden will, sollte die Details kennen: Wie ist der Wiedereinstieg in den Regelbetrieb geplant? Und was bedeutet die Wiederaufnahme des täglichen Präsenzunterrichts für den Schulalltag? Meine Kollegen Saskia Döhner und Mathias Klein liefern Ihnen hier Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Der Blick auf die Inzidenzwerte ist in diesen Tagen also noch entscheidender als sonst - umso unglücklicher ist es da, dass gerade der Region Hannover gegen Ende der Woche eine technische Panne passiert ist: Am Donnerstag wurden keine Zahlen zu Neuinfektionen an das zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Dadurch war die Sieben-Tage-Inzidenz in der Region von 35,1 stark auf 29,5 am Freitag gesunken - was trotz der seit Tagen niedrigen Werte viele Menschen überrascht hat. Nun ist klar: Der Wert bildet nicht die tatsächliche Lage ab.
Wenn Sie nun all die genannten Lockerungen wieder gefährdet sehen, dann kann ich Sie beruhigen: Die Regionsverwaltung gibt sich trotz des Meldefehlers gelassen. Insgesamt habe man 52 Neuinfektionen nicht melden können, das sei eine überschaubare Zahl, sagt eine Sprecherin. Und so errechnete die Region dann auf der Grundlage der korrekten Zahlen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 33,5 - also immer noch weit unter der kritischen 50er-Marke.
Fazit: Einmal durchatmen, dann wieder hoffnungsfroh nach vorne schauen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Wochenende in diesem Sinne genießen können. Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Michael Soboll
Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom
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