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HAZ Hannover-Update - Die Gorleben-Überraschung

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser, eine Zeit lang hat die Corona-Pandemie viele andere Themen
HAZ Hannover-UpdateHAZ Hannover-Update
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
eine Zeit lang hat die Corona-Pandemie viele andere Themen und Probleme verdrängt, die aber gleichwohl von existenzieller Bedeutung für uns und unser Land sind. Dazu gehört ganz sicherlich die noch immer ungelöste Frage, wie und und wo man all den hochradioaktiven Müll sicher lagert, der in den Atomkraftwerken angefallen ist.
Gerade im Rückblick wirkt es noch einmal besonders skandalös, dass Deutschland jahrzehntelang auf eine Technologie gesetzt hat, ohne dass es eine Antwort auf die entscheidende Frage der Endlagerung gegeben hat. Nun aber, wo der Atomausstieg nach und nach vollzogen wird, brennt das Problem im wahrsten Sinne des Wortes unter den Nägeln. Mit dem heutigen Montag gibt es zumindest wieder so etwas wie einen Plan. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung legt eine Liste möglicher Standorte vor. Mein Kollege Michael B. Berger hat bereits vorab erfahren, dass der höchst umstrittene Salzstock in Gorleben nicht mehr auf dieser Liste steht. Das ist, nach all den erbitterten Auseinandersetzungen, die es um diesen Standort gegeben hat, schon eine Sensation. Immerhin hatten die Proteste und Aktionen von Atomkraftgegnern gegen ein Endlager in Gorleben diverse Landesregierungen über Jahrzehnte in Atem gehalten. Umso interessanter ist jetzt die Frage, welche anderen Standorte in die engere Wahl kommen. Die HAZ hält Sie auf dem Laufenden.
Spannend wird diese Woche auch in anderer Hinsicht: So will die niedersächsische Landesregierung bekanntgeben, ob es ab 1. Oktober weitere Lockerungen der ohnehin nicht mehr gar so strengen Corona-Regeln geben soll. Die Vorzeichen sind nicht gut. Wie überall steigt auch in Niedersachsen die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen kontinuierlich an, zugleich wird auf Partys immer wieder gegen die Auflagen verstoßen, was die Lage auch nicht gerade einfacher macht.
Und als hätten wir derzeit nicht genug Probleme, wird diese Woche ganz im Zeichen der Verdi-Streiks in Hannover stehen. Die Gewerkschaft hat sich für eine Strategie der permanenten Nadelstiche entscheiden, um höhere Löhne im öffentlichen Dienst durchzusetzen. Eine Woche lang Streik in Hannover, jeden Tag an anderer Stelle - informiert wird darüber jeweils tags zuvor. Diese Linie bekräftigte Verdi-Sprecher Matthias Büschking gestern gegenüber HAZ-Reporter Simon Benne.
Was sollen wir sagen? Kommen Sie gut durch! Das wünscht Ihnen
Volker Goebel
Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom

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