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HAZ Hannover-Update: Hilfsbereitschaft macht Helfern zu schaffen

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Liebe Leserinnen und Leser,
die Betroffenheit in Deutschland ist groß - wie groß, das lässt sich in Zeiten der Not immer gut am Grad der Hilfsbereitschaft ablesen. In diesen Tagen, die von der Hochwasserkatastrophe im Westen der Republik geprägt sind, zeigt sich: Die Menschen in der Region Hannover haben ein großes Herz. Nicht nur, dass rund 150 ehrenamtliche Helfer der Feuerwehrbereitschaft direkt ins Krisengebiet gefahren sind, um dort mit anzupacken. Nein, auch die Spendenbereitschaft ist immens. Die Organisatoren können sich kaum retten vor Hilfsgütern.
Da war gestern zum Beispiel die Feuerwehr in Lehrte. Eine spontane Sammelaktion rief mehrere Hundert Bürger auf den Plan. Sie brachten Kleidung, Taschen, Lebensmittel, Hygieneartikel und andere Hilfsgüter, die sie entbehren konnten. Schon vor Beginn der Sammelaktion hatten die Feuerwehrleute sich genötigt gefühlt, mäßigend auf den sich abzeichnenden Ansturm einzuwirken. Das gipfelte in dem Satz auf der Internetseite der Feuerwehr:
Schmeißen Sie in keinem Fall einem Ihnen bekannten Mitglied unserer Feuerwehr Säcke oder Kartons vor die Haustür.
Nach Abschluss der Aktion am Samstagabend rief die Seite:
Stop, Stop, Stop. Wir sind von der Spendenbereitschaft wortwörtlich überfahren worden. Wir können keinerlei Spenden mehr annehmen.
Man wolle jetzt versuchen, die Güter dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden.
Und benötigt werden sie bestimmt. Die Schäden sind unvorstellbar groß. Viele Menschen haben alles verloren. Bis gestern Abend zählten die Behörden mehr als 140 Todesopfer. Während sich in einigen Gebieten das Wasser zurückzieht und die Pegel sinken, ist die Gefahr etwa bei Euskirchen noch hoch. Die Steinbachtalsperre drohte zu brechen. Auch die Helfer von den Feuerwehren aus der Region Hannover werden dort wohl eingesetzt.
Nach dem Schock folgt die Besinnung. Was wir aus der Katastrophe lernen sollten, hat HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt in seinem Leitartikel aufgeschrieben. Und die Frage, welche Gefahren in Niedersachsen und Hannover bestehen und wie wir uns auf ähnliche Unwetter vorbereiten - dazu hat mein Kollege Mathias Klein recherchiert.
Lassen Sie uns beim Blick nach vorne bleiben - wenn auch mit anderen Themen. Die unmittelbare Zukunft am heutigen Sonntag bringt nämlich einerseits sommerliche Unterhaltung - aber auch für einige Menschen in der Stadt womöglich Ungemach. Letztere gehören zu den rund 7800 Bürgern, die von einer erneuten Bombenräumung in Misburg betroffen sind. Um 9 Uhr heute morgen müssen sie ihre Wohnungen verlassen - und dürfen erst wieder zurück, wenn die Bombenräumer ihre Arbeit abgeschlossen haben. Alle Informationen dazu finden Sie hier. Wir halten Sie außerdem mit einem Live-Ticker auf dem Laufenden.
Vielleicht hat ja der eine oder andere die Muse, zum Wilhelm-Busch-Museum zu kommen. Dort geht das “Hannover hört hin”-Festival in den dritten Tag. Auch heute gibt es ab 14 Uhr Lesungen für Kinder und Erwachsene, Musik und Hörspiele. Hier finden Sie alle Informationen, die Sie brauchen.
Versuchen Sie diesen Sommer-Sonntag zu genießen,
herzliche Grüße aus dem HAZ-Newsroom,
Ralf Heußinger
Chef vom Dienst
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