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HAZ Hannover-Update - Hoffnung im November

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
ist das nun ein Zeichen der Hoffnung? Der ersehnte Durchbruch im Kampf gegen die Pandemie? Gibt es bald den ersehnten Corona-Impfstoff?
Schön wär’s ja. Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen Biontech hat Ergebnisse seiner Forschung vorgelegt: Demnach bietet der Impfstoff, den Biontech gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt, einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19. Und auch wenn noch nicht alle Tests beendet sind, ist das im sonst oft trüben November doch wenigstens eine optimistische Perspektive.
Denn der Corona-Alltag bleibt ja vorerst beschwerlich: Arzthelferinnen berichten über die zunehmende Belastung in den Praxen und die wachsende Gereiztheit von Patienten, in der Region gehen wegen Corona-Fällen weitere Schulen ins sogenannte Wechselmodell und unterrichten die Klassen künftig in zwei Lerngruppen abwechselnd in der Schule und zu Hause, und aus den Pflegeheimen erreichen uns erschreckende Nachrichten: In einem Heim in Lehrte sind 26 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, außerdem haben sich neun Mitarbeiter angesteckt.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will eine Ausbreitung des Virus in den Heimen mit Reihen-Schnelltests eindämmen, erste Einrichtungen in Hannover haben bereits damit angefangen. Doch viele andere kommen nicht hinterher, denn wie das nun mal so ist: Zwischen der politischen Forderung und der Umsetzung in der Praxis klafft oft eine Lücke. Es ist ja mitnichten so, dass die Heimbetreiber einfach kistenweise Schnelltests bestellen und dann mit den Abstrichen beginnen könnten, wie meine Kollegin Gabriele Schulte erläutert: Zunächst müssen die Heime ein umfangreiches Testkonzept erarbeiten, das wiederum das Gesundheitsamt genehmigen muss. Dann muss das Personal geschult werden – mancher Heimbetreiber kann da nur ratlos mit den Schultern zucken: Mit der Dynamik einer Pandemie, so hat es den Anschein, kann die deutsche Bürokratie oft nicht Schritt halten.
Das Ziel ist immerhin klar: Eine Isolierung der Heimbewohner, wie wir sie im Frühjahr erlebt haben, soll diesmal vermieden werden – erst recht in der kommenden Adventszeit. 
Wie es für jeden von uns weitergeht, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden, wenn das Land prüft, ob die jüngste Verschärfung der Corona-Auflagen eine messbaren Effekt hatte auf die Entwicklung der Infektionszahlen. Denn noch steht ja das Szenario im Raum, dass die Landesregierung dann wie schon im Frühjahr den Einzelhandel dichtmachen könnte. Auch die Krankenhäuser in Hannover beobachten die Entwicklung aufmerksam, um mögliche Engpässe bei der Betreuung der Patienten zu vermeiden.
Nun also kündigt Biontech an, in den nächsten Tagen eine Zulassung für seinen Impfstoff zu beantragen. Zunächst in den USA. Das hilft zwar den EU-Staaten bei der Bekämpfung der Pandemie vorerst nicht, womöglich aber dem designierten US-Präsidenten Joe Biden. Und der gilt nicht nur 75 Millionen US-Bürgern, sondern auch vielen Menschen auf dieser Seite des Atlantiks gleichfalls als Hoffnungsträger.
Kommen Sie gut in den Dienstag.
Ihr
Stefan Knopf
Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom
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