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HAZ Hannover-Update - Unterwegs im Lockdown

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Sind Sie eigentlich viel unterwegs in diesen Tagen? Die Frage klingt vermutlich komisch, denn zum einen ist das Unterwegssein ja in der Pandemie etwas aus der Mode gekommen. Und zum anderen ist es wegen des recht heftigen Winters derzeit gar nicht so leicht, von A nach B zu kommen.
Aber manchmal muss man eben - und nun fällt zum zweiten Tag in Folge der Stadtbahnverkehr in Hannover komplett aus. Auch heute schickt die Üstra keinen einzigen Zug auf die Gleise und durch die Tunnel.
Bereits gestern hatte der Stadtbahnverkehr komplett stillgestanden. Offenbar hatten Eis und Frost an den Haltestellen Bodenplatten hochgedrückt, sodass die Bahnen dort nicht mehr vorbeifahren konnten. Wann die Probleme behoben sind? Das konnte die Üstra am Mittwoch auch nicht so recht sagen.
Wenn Sie also auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, dann sollten Sie heute wieder genau prüfen, welche tatsächlich fahren. Hier finden Sie einen Überblick.
Auch viele Schulkinder müssen heute wohl nach einer Lösung suchen. Denn am Donnerstag soll in den Grundschulen und in den Abschlussklassen der Unterricht wieder im Klassenzimmer stattfinden. Drei Tage lang mussten die Schüler nicht raus in die Kälte, sondern lernten zuhause. Jetzt halten Region und Stadt Hannover die winterlichen Bedingungen für nicht mehr so widrig - und auch die weiteren Ausfälle bei der Üstra bieten den Verwaltungen keinen Grund.
Am sichersten scheint man in Hannover derzeit mit dem Auto zu sein. Viele Straßen sind ordentlich geräumt - dank solcher Menschen wie Zeki Güven. Der 51-Jährige fährt seit Jahren sein Räumfahrzeug bei Aha, seine Route führt ihn durch Linden, Davenstedt und Badenstedt. HAZ-Reporter Maximilian Hett ist mit ihm morgens um 3 Uhr ins Fahrzeug gestiegen und hat sich zeigen lassen, wie mühsam es manchmal sein kann, die Straßen frei von Schnee zu bekommen.
Aber eigentlich wird unser Leben derzeit ja nicht vom Schnee bestimmt, sondern von einem ganz anderen Thema. Gestern war mal wieder Bund-Länder-Konferenz in Sachen Corona. Herausgekommen ist dabei - wenig überraschend - eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März. Mit Freude haben aber die Friseure erfahren, dass sie bereits am 1. März wieder öffnen dürfen. Alle Beschlüsse des Corona-Gipfels finden Sie hier.
Und mitten in diese Mischung aus Flockdown und Lockdown platzte gestern die Meldung, dass die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter der Stadt Hannover für heute zu einem Warnstreik aufruft. Davon werden wohl vor allem Bürgerämter und Service-Stellen betroffen sein. Warum es ein Fehler ist, gerade jetzt zum Streik aufzurufen, können Sie im Kommentar von Felix Harbart lesen.
Ich fasse zusammen: Tiefster Winter, keine Bahnen, Lockdown, Streik - eigentlich ein Tag zum Daheimbleiben.
Wenn Sie heute dennoch das Haus verlassen müssen, dann kommen Sie gut hin und zurück.
Herzlich, Ihr
Ralf Heußinger
Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom
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