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HAZ Hannover-Update - "Viele haben es satt"

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Liebe Leserinnen und Leser,
vieles, was mit dem Thema Corona zu tun hat, jährt sich in diesen Tagen zum ersten Mal. Bei uns in der Region Hannover ist es am kommenden Wochenende so weit. Dann ist es genau zwölf Monate her, dass im Uetzer Ortsteil Eltze ein damals 68-jähriger Mann positiv auf das neuartige Virus getestet worden war – als Erster in der Region. Was in der Zwischenzeit geschah, steht uns allen noch vor Augen – vor allem, weil es noch immer kein “nach der Krise” gibt. Wir stecken leider noch immer mittendrin.
Dieses Mittendrin lässt sich in der Region Hannover gut an der Sieben-Tage-Inzidenz ablesen. Dieser Wert, der die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen Woche gerechnet auf 100.000 Einwohner wiedergibt, ist weiterhin einer der höchsten in Niedersachsen. Und er befindet sich auf Zick-Zack-Kurs - eine klare Tendenz ist nicht erkennbar. Woran liegt das?
Barbara Mädel befasst sich hauptberuflich mit genau dieser Frage. Die 49-Jährige ist beim Gesundheitsamt Hannover eine Art Corona-Detektivin. Sie spürt Infektionsketten nach und versucht, all die Menschen ausfindig zu machen, die mit Infizierten Kontakt hatten, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Barbara Mädel macht das schon eine Weile - aber jetzt stellt sie eines immer öfter fest:
“Viele haben es mittlerweile einfach satt.”
Je länger der Lockdown andauere, desto freier würden Kontaktbeschränkungen ausgelegt, berichtete sie meinem Kollegen Simon Benne. Die Verängstigung sei nicht mehr so hoch, man erlaube sich schneller Ausnahmen.
Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen ist oder in Ihrem Umfeld. Aber an dieser Einschätzung ist sicher etwas dran – dazu passen auch die Meldungen von überfüllten Spielplätzen und zerstörten Hinweisschildern auf die Maskenpflicht am Maschsee. Nur hilft Ungeduld selten dabei, ein Problem zu lösen. Und in diesem Fall, das haben die vergangenen zwölf Monate hinlänglich bewiesen, schon mal gar nicht. Sie bewirkt eher das Gegenteil.
Halten Sie also weiter durch!
Einen schönen Dienstag wünscht Ihnen,
Birgit Dralle-Bürgel
Chefin vom Dienst im HAZ-Newsroom
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