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HAZ Hannover-Update: Was machen wir am Sonnabendabend?

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
was machen wir denn eigentlich am Sonnabendabend? In den langen Corona-Monaten verlor diese Frage, die in Normalzeiten spätestens am Freitagvormittag aufploppte, plötzlich an Bedeutung. Die Wochenenden wurden stiller. Irgendwie richtete man sich ein zwischen Spaziergängen, Filmabenden im eigenen Wohnzimmer und Online-Doppelkopf-Runden mit Freunden. Manche arrangierten sich damit, fingen sogar an, die neue Ruhe und Beschaulichkeit zu genießen. Aber viele Menschen haben gelitten - und besonders die jungen unter ihnen haben jetzt einen großen Nachholbedarf. Sie feiern, was das Zeug hält.
Das ist nachvollziehbar und allzu menschlich, hat aber leider zur Folge, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hannover immer weiter steigt. „Der Infektionsschwerpunkt ist auf die Feiernden zurückzuführen“, hat mein Kollege Conrad von Meding am Freitag von der Region erfahren. Und aus diesem Grund werden Mitarbeiter des Gesundheitsamts und der Polizei an diesem Wochenende genau hinschauen, ob die Corona-Regeln in der Innenstadt, am Raschplatz, aber auch in den Parks eingehalten werden.
Welche Tragweite der Aufenthalt von Corona-Infizierten in vollen Clubs hat, wurde gestern vor dem Verwaltungsgericht Hannover deutlich. 1116 Feiernde und Beschäftigte waren in Quarantäne geschickt worden, weil sie in der Dax-Bierbörse Kontakt zu einer infizierten Frau hatten. Ein Betroffener scheiterte damit, gegen diese Anordnung vorzugehen. Dabei kam heraus: Allein wegen dieses einen Corona-Falls unter den Gästen gingen mehr als 12.000 Anrufe beim Gesundheitsamt ein. Angesichts dieser Entwicklung will die Landesregierung in einer Änderung ihrer Corona-Verordnung besonders Bars, Clubs, Discos und Shisha-Bars ins Visier nehmen. So hieß es aus der Staatskanzlei, dass diese künftig ab einer Inzidenz von 10 in der jeweiligen Region wieder schließen müssen.
Um den Schutz vor einer anderen Gefahr geht es Barbara Thiel. Sie ist Niedersachsens oberste Datenschützerin und hat jetzt von dem Einsatz der Bürosoftware Microsoft 365 dringend abgeraten. Sogar ein Bußgeld will sie nicht ausschließen. Nun nutzen aber gerade in der Pandemie viele Schulen und Unternehmen die Computeranwendungen, deren Daten nicht auf einem festen Rechner, sondern in einer Cloud gespeichert sind - Zugriffe von US-amerikanischen Sicherheitsbehörden können nicht ausgeschlossen werden. Niedersachsens Unternehmen haben sogleich davor gewarnt, “mit der Verbotskeule” daherzukommen. Auch mein Kollege Michael B. Berger meint in seinem Kommentar, dass es in Niedersachsen keine Bußgelder geben sollte, Corona habe viele Firmen ohnehin schon belastet. Allerdings solle der Druck auf Microsoft erhöht werden, die Übermittlung von sensiblen Informationen zu kappen.
Auch die Olympischen Spiele, die gestern in Japan offiziell eröffnet wurden, stehen im Schatten der Pandemie. Es gibt sogar schon einen ersten Corona-Fall im deutschen Team. Über alle Ereignisse bei den Sommerspielen, zu denen 11.000 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt erwartet werden, halten wir Sie rund um die Uhr auf haz.de auf dem Laufenden.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Wochenende. Herzlich, Ihre
Astrid Fabricius
Chefin vom Dienst im HAZ-Newsroom
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