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HAZ Hannover-Update: Wem gehört die Stadt?

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Liebe Leserinnen und Leser,
am Dienstag ist in Hannovers Stadtwald, der Eilenriede, ein obdachloser Mann erstochen worden. Wie die Obduktion gestern bestätigte, ist der Mann verblutet. Nach wie vor unklar sind allerdings die Hintergründe des schrecklichen Angriffs. Die Suche nach den Tätern und der Waffe läuft weiter.
Immerhin steht inzwischen fest, um wen es sich bei dem Toten handelt. Der 54-jährige Dirk S. lebte offenbar seit vielen Jahren in Hannover auf der Straße. Wie meine Kollegin Jutta Rinas berichtet, sei der Mann stadtweit vielen Hannoveranern bekannt gewesen. An dem Ort, an dem seine Leiche gefunden wurde, haben auch einige Menschen in Gedenken Kerzen und Blumen hinterlassen.
Sozialarbeiter beschreiben Dirk S. als Einzelgänger, der trotz extremer Verwahrlosung jede Hilfe verweigerte. Aber sie schildern ihn auch als überaus freundlich, nie aggressiv, einfach liebenswert. Eine Frau, die ihn kannte, sagt, sie sei nicht nur traurig und geschockt, sondern auch wütend. “Warum hat sich niemand um ihn gekümmert?”, klagt sie an.
Und vor dem Hintergrund, dass gestern in der Nähe des Hauptbahnhofs ein weiterer Obdachloser tot aufgefunden wurde, macht diese Frage umso betroffener. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.
Ein Hannover-Update wäre in diesen Tagen aber nicht komplett ohne das Thema Straßensperrungen und dadurch entstehende Verkehrsbehinderungen. Der Streit um die Notwendigkeit und Legitimation der Maßnahmen rund um Schmiedestraße und Raschplatzbrücke ging gestern in eine neue Runde: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) behauptete, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) habe die “ganze Stadt” gegen sich aufgebracht. Und die FDP im Rat drohte wegen der Differenzen in der Verkehrspolitik mit einem Ausstieg aus dem Mehrheitsbündnis.
Unser Autor Bert Strebe bringt sich in die Diskussion derweil mit einem ganz persönlichen Beitrag ein. Mit seinem Plädoyer für “weniger Blech, mehr Leben” hält er dagegen, beispielsweise so:
Wenn wir jetzt über Straßensperrungen streiten, ist eigentlich schon die Begrifflichkeit falsch. (…) Es geht gar nicht ums Sperren. Es geht darum, die Stadt denjenigen zurückzugeben, denen sie gehört. Nämlich den Menschen. Also uns.
Und was denken Sie? Wie viel Platz für Autos braucht die Stadt? Wie sieht die ideale City aus? Wenn Sie sich an der Debatte beteiligen wollen, schreiben Sie uns unter forum@haz.de. Wir sind gespannt auf Ihre Gedanken und Ideen - zu diesem wie zu allen Themen, die Sie bewegen.
Ihre
Birgit Dralle-Bürgel
Chefin vom Dienst im HAZ-Newsroom
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