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HAZ Hannover-Update: Wer schützt die Jüngsten?

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
eine bedrückende Erkenntnis hat sich in den vergangenen Wochen immer wieder aufs Neue bestätigt: Die vierte Corona-Welle trifft die Jüngsten besonders hart. Regelmäßig schlüsselt das Landesgesundheitsamt die Infektionszahlen landesweit nach Altersgruppen auf, und beim Blick auf die einzelnen Inzidenzwerte, die Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens jetzt vorgelegt hat, ergibt sich für den Zeitraum vom 9. bis zum 15. November ein aufschlussreiches Bild.
  • 0 bis 5 Jahre: Inzidenz 102
  • 6 bis 11 Jahre: Inzidenz 294
  • 12 bis 19 Jahre: Inzidenz 176
  • 20 bis 39 Jahre: Inzidenz 165
  • 40 bis 59 Jahre: Inzidenz 131
  • 60 bis 79 Jahre: Inzidenz 69
  • ab 80 Jahre: Inzidenz 77
Zum Vergleich: Für das ganze Land Niedersachsen hatte das Robert-Koch-Institut am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 132,8 ermittelt. Wenig überraschend: Besonders schwer sind die betroffen, die sich noch nicht lange oder noch gar nicht gegen Covid-19 impfen lassen können.
Das spiegeln auch andere Zahlen wider: In der Region Hannover gibt es aktuell in 57 Kitas Corona-Fälle. 28 Erzieherinnen und Erzieher sind betroffen, vor allem aber 40 Kinder, die sich nicht gegen das Coronavirus schützen können, weil es für sie noch keinen Impfstoff gibt. Nicht umsonst nimmt Behrens die Älteren in die Pflicht: „Kinder und Jugendliche werden geschützt, indem sich viele Erwachsene impfen lassen.“
Genau da aber liegt das Problem, denn noch immer vermeiden zu viele den Gang zum Arzt oder zum Impfmobil.
Was also tun? Das Land weitet seine Impfkampagne noch einmal aus - und will mit einer neuen, schärferen Corona-Verordnung „indirekten Zwang“ ausüben, wie Behrens sagt. Zudem will die Landesregierung die Einweisungen von Corona-Patienten in die Kliniken, die sogenannte Hospitalisierung, als Leitindikator für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen abschaffen. Dann gälte nach Lage der Dinge in Niedersachsen ab 23. November landesweit die Warnstufe 1. Ob das dann alle als Warnsignal verstehen?
Kommen Sie gut in diesen Mittwoch.
Ihr
Stefan Knopf
Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom
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