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HAZ Hannover-Update - Woche der Entscheidungen

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Willkommen in dieser Woche,
liebe Leserinnen und Leser! Wenn nicht alles täuscht, dann könnten wir in dieser Woche ein wenig Klarheit gewinnen - zumindest, was Corona angeht. In den kommenden Tagen wird sich zeigen müssen, ob die Beschränkungen, die derzeit als Teil-Lockdown durchgehen, ihren Zweck erfüllen. Die Zahl der Neuinfektionen muss sinken, zumindest ein Stück weit und vor allem stetig. Nur dann bleibt unser Gesundheitssystem stabil - die Situation auf den Intensivstationen wird jetzt schon hier oder da kippelig. Dabei geht es weniger um Betten und Geräte als um die Menschen. Es fehlt an Pflegerinnen und Pflegern, weil hier auch im Interesse unserer Kassenbeiträge seit Jahren gespart wird. Hoffen wir im Sinn der Erkrankten wie der engagierten Helferinnen und Helfer, dass es gelingt, die Welle noch rechtzeitig zu brechen. Die nächsten Tage sind da sehr wichtig.

Die USA haben seit dem Wochenende immerhin eine Gewissheit mehr. Nicht mit Blick auf die dort galoppierende Pandemie, aber doch hinsichtlich künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern des Weißen Hauses. Joe Biden wird Donald Trumps Nachmieter - allerdings muss das dem amtierenden Präsidenten offenbar noch jemand schonend beibringen. Der neue Präsident setzt auf beruhigende Worte - sicher nicht das Ungeschickteste in seinem aufgewühlten Land:
Seine künftige Vizepräsidentin Kamala Harris (die erste Frau in diesem Amt seit 1789) allerdings ist längst der heimliche Star der künftigen Administration - und setzt bei aller Loyalität zu Biden im smarten US-Pathos ihre eigenen Akzente:
Ob in den USA nun alles anders wird? Oder sogar richtig gut? Abwarten. Es wäre naiv zu glauben, der neue Präsident könne sein Land schnell einen. Er will es aber wohl ernsthaft versuchen - und das wird für Deutschland und Europa nicht ohne Folgen bleiben. “America first” ist ja keine Erfindung von Donald Trump, auch wenn Biden diese Position netter formulieren wird. Es wird wohl das Beste sein, sich bei allen Veränderungen im Stil weiter auf ungemütliche Zeiten im Umgang mit den USA einzustellen.

Denn es gibt halt auch große Unterschiede in der Art, wie wir unsere Gesellschaften und unser Miteinander diesseits und jenseits des Atlantiks organisieren. Im Schlaglicht zeigt das ein Blick nach Hannover. Auch an diesem Morgen werden Menschen am Raschplatz wieder vor verschlossenen Türen stehen - Obdachlose, deren Tagestreff coronabedingt nur sehr eingeschränkt arbeitet. Die Lage ist dramatisch, wie unsere Reporterin Jutta Rinas erfahren hat. Doch hier nimmt das niemand achselzuckend hin. Wo sind die Auswege? Warum nimmt die Stadtverwaltung Spendengeld nicht an, das zur Verfügung steht? Die Fragen werden drängender - das Rathaus sucht offenbar auch schon nach Antworten. Wir werden weiter nachfragen.

So oder so: Es liegen einige spannende Tage vor uns. Kommen Sie gut durch - bleiben sie achtsam und gesund!
Herzliche Grüße,
Ihr
Hendrik Brandt
HAZ-Chefredakteur
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... der verschwundene Bulli, der nach Jahren in Polen wieder auftauchte. Also: fast
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