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HAZ Hannover-Update - Woran die Schulen scheitern

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
das hatten sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer wohl auch anders vorgestellt. Montagmorgen, Niedersachsens Schulen starten nach dem Ende ihrer verlängerten Weihnachtsferien ins neue Jahr und damit - von wenigen Ausnahmen abgesehen - in den Heimunterricht. Schüler wie Pädagogen loggen sich auf der Lernplattform IServ ein, und dann passiert: nichts.
Die Server sind derart überlastet, dass Videokonferenzen teils gar nicht laufen oder zusammenbrechen, an anderen Schulen funktionieren nicht mal die E-Mail-Fächer, damit sich die Schüler ihre Aufgaben holen können.
Videokonferenzen sind essenziell für den digitalen Unterricht, der bis auf Weiteres nun laufen soll, aber die Server seien schlicht zusammengebrochen, weil sich morgens um 8 Uhr zu viele Lehrer und Schüler in die Konferenzen einwählen wollten, wie der Betreiber des Systems später erläutert.
Schulbeginn. In Deutschland. Um 8 Uhr. Das ist ungefähr so überraschend wie die Tatsache, dass auf den Montag ein Dienstag folgt. Aber in Sachen Digitalisierung hat das Land halt noch einiges aufzuholen.
Es bleibt also dabei: Zumutungen und Unzumutbarkeiten bleiben bis auf Weiteres unsere täglichen Begleiter. Wie viel uns die Politik zumuten will, ist dabei immer wieder aufs Neue eine interessante Frage.
Der Kreis Gifhorn beispielsweise hat eine Ausgangssperre verhängt; vom heutigen Dienstag an dürfen die Bewohner des Landkreises ihre Wohnungen zwischen 20 Uhr und 5 Uhr nicht mehr verlassen. Gifhorn ist der Landkreis mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen (259,5 am Montag), ab einem Wert von 200 können die Kreise auch Bewegungseinschränkungen aussprechen, dann dürfen sich die Bewohner nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen. Der Kreis Gifhorn hat sich das noch nicht getraut. Wie Regionspräsident Hauke Jagau über solche Zumutungen denkt, hat er meinem Kollegen Conrad von Meding verraten. Denn auch die Region Hannover nähert sich dem kritischen Wert 200 immer weiter an.
Umso schöner, dass es aus Hannover auch gute Nachrichten zum Thema Corona gibt. Ein hannoversches Unternehmen hat einen Test entwickelt, mit dem sich mit hoher Sicherheit feststellen lässt, ob einem Patienten nach einer Infektion ein schwerer Krankheitsverlauf droht. Das kann Ärzten ermöglichen, schneller und gezielter zu helfen und den Krankheitsverlauf so abzumildern. Denn was es heißt, sich nach einer schweren Covid-Erkrankung zurück ins Leben zu kämpfen, hat Bärbel Pervelz aus Laatzen erlebt: Die Rentnerin lag im März mit Corona auf der Intensivstation, und auch heute, zehn Monate danach, leidet sie noch unter heftigen Spätfolgen. Wie schwer ihr selbst alltägliche Dinge fallen, hat sie meiner Kollegin Stephanie Zerm erzählt.
In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund. Und kommen Sie gut in den Dienstag.
Ihr
Stefan Knopf
Chef von Dienst im HAZ-Newsroom
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