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HAZ Hannover-Update - Zwischen Wort und Tat

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Guten Morgen an diesem Sonntag, liebe Leserinnen und Leser,
Pandemiezeiten sind für Politiker keine Zeiten für einen frühen Feierabend, der Corona-Gipfel Anfang der Woche wartete bekanntermaßen mit mitternächtlichen Spontanideen auf. Ganz so lange brauchten Niedersachsens Landesregierung und ihre Juristen gestern zwar nicht, um die neue Corona-Verordnung aufs Papier zu bringen, aber die Beratungen zogen sich auch hier länger als zunächst erwartet bis weit in den Abend hinein. Die neuen und verschärften Regelungen treten größtenteils am Montag in Kraft - sie zurren nach einer durchaus turbulenten Woche fest, welchen Weg das Land in der kommenden Zeit durch die Pandemie und hoffentlich auch bald aus ihr heraus nehmen wird.
Eine wichtige Rolle dabei sollen nächtliche Ausgangssperren spielen. Ab einer Inzidenz von 100 können sie, ab einem Wert von 150 sollen sie angeordnet werden, so formuliert es die Verordnung - ein Muss ist das aber nicht. In den vergangenen Tagen richtete sich der bange Blick der Menschen in der Stadt Hannover und im Umland deshalb immer wieder auf die Entwicklung der Infektionszahlen. Auch gestern ist der Inzidenzwert erneut gestiegen, er liegt hier in der Region Hannover mittlerweile bei 139,1. Doch was heißt das nun genau für unseren Alltag? Stand jetzt: Das wissen wir nicht. Denn anordnen darf eine Ausgangssperre nicht das Land, sondern nur die Region Hannover. Und die hält sich bislang noch bedeckt, wie sie mit den vom Land gesetzten Vorgaben umgehen will. Also gehen die Beratungen weiter, weitere Verkündungen werden folgen.
Da stellt sich dann allerdings noch die Frage nach der Wirksamkeit. Mächtige Ankündigungen allein sind jedenfalls zu simpel, meint Hendrik Brandt. “Was jetzt zählt, sind Taten und Erfolge”, schreibt der HAZ-Chefredakteur in seinem Wochenendkommentar. Es sei bitter nötig, dass Politik und Verwaltung jenen Respekt vor ihrer Arbeit zum Schutz unserer Gesundheit wieder herstellen, den sie in den letzten Wochen mehr und mehr verspielt haben.
Viele Fragen werfen auch die Geschehnisse im hannoverschen Impfzentrum vom vergangenen Sonnabend auf. 600 Ärztinnen und Ärzte sowie Praxismitarbeiterinnen sollten geimpft werden - aber gekommen sind nur 200. Die übrigen sind einfach nicht erschienen, ohne vorher abzusagen. Und die Impfärzte drehten Däumchen. Wie konnte es dazu kommen? Wir werden dem Fall noch einmal nachgehen und Sie darüber in den kommenden Tagen auf HAZ.de auf dem Laufenden halten.
Nun wünsche ich Ihnen aber erstmal einen schönen und hoffentlich ganz entspannten Sonntag.
Herzlich, Ihre
Astrid Fabricius
Chefin vom Dienst im HAZ-Newsroom


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